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Tierheim Quellenhof Passbrunn – Tag der offenen Tür

Gut besucht war der Tag der offenen Tür im Tierheim Quellenhof Passbrunn am vergangenen Sonntag. Viele ehrenamtliche Kräfte und das Team des Tierheims selber haben zur Organisation beigetragen und für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt.
Ilona Wojahn durfte die vielen Gäste begrüßen und allen ihren Dank aussprechen, die sich zum Wohle der Tiere engagieren. Im Hof selber wurde mit Kaffee, Kuchen, Getränken und Herzhaftem für die Verpflegung der Besucher gesorgt. Außerdem gab der Tierschutzverein Dingolfing-Landau zahlreiche Informationen rund ums Tier. Während die Eltern Zeit hatten, sich näher zu informieren, konnten die jüngsten Besucher sich nebenan „tierische“ Masken basteln oder ein Bild malen. Außerdem lud der Zauberclown Rudolpho die Gäste zum Mitmachen ein. Die Tierschutz-Jugendgruppe “Wilde Wölfe” bot einen Spielzeug-Flohmarkt zu Gunsten des Tierheims an. Für musikalische Unterhaltung sorgte das Nickis-Duo und für weitere Abwechslung die Line-Dancers sowie die russische Folklore-Gruppe des TSC Rot-weiß Casino Dingolfing e.V..
Am Reitplatz selber zeigte Claudia Altmann, dass Spiel und Spaß und therapeutisches Wirken oft sehr nahe Beieinanderliegen. Die Kinder durften dabei auf dem Pferd einen Hindernisparcours zurücklegen, Quizfragen lösen und die letzten Hürden selber überspringen. Vier Therapiepferde „wohnen“ derzeit am Quellenhof in Passbrunn und kümmern sich wöchentlich um kranke und behinderte Kinder. „Manchmal sind die Tiere „Türöffner“ zur Seele des Menschen und ermöglichen somit Ansätze für neue Therapien, stiften Kommunikation oder vermitteln einfach nur ein Stück Lebensfreude“ so Claudia Altmann. Die tiergestützte Therapie versteht sich als ganzheitliches Entwicklungs- und Förderangebot. Tiere erleichtern die Kontaktaufnahme und können die Teilnahme an anderen Therapien fördern. Die tiergestützte Therapiearbeit richtet sich auf die Psyche, die soziale Stärkung und Verbesserung der Kommunikation und Konzentration der Kinder.
Weiter war an diesem Tag das K9-Suchhundezentrum Niederbayern zu Gast. Wie Zentrumsleiterin Dr. Leila Badry berichtete, wird nicht nur bei der Suche nach vermissten Menschen, sondern auch bei entlaufenen Tieren geholfen. Das „feine Näschen“ der Hunde kann sogar noch nach mehreren Stunden oder Tagen die Spur aufnehmen. Bei der Tiersuche selber wachsen Hund und Mensch zu einem echten Team zusammen. Das Vertrauen, Selbstbewusstsein und die Beziehung zueinander wird gestärkt. Das Hobby „Trailen“ kann in verschiedenen Varianten ausgeübt werden. Trailing kommt von „Mantrailing“. Hierbei wird eine Person anhand ihres Individualgeruchs vom Hund gesucht. Der Begriff stammt aus dem Englischen von „man“ = Mensch und „trailing“ = eine Spur verfolgen. Der Hund bekommt dabei eine Geruchsprobe der zu suchenden Person und folgt der Geruchsspur, die die Person auf ihrem Weg hinterlassen hat. Während der Suche differenziert der Hund all die Gerüche, die er aufnimmt und unterscheidet, welcher Spur er folgen muss. Diese Form der „Nasenarbeit“ ist eine ideale und artgerechte Auslastung für jeden Hund. Beim Sport-Trailing wird das Trailen als Hundesport betrieben. Es gibt dabei sogar Prüfungssysteme, Ranglisten und Wettkämpfe für besonders Ambitionierte. Informationen dazu gibt es auch auf der Internetseite www.suchhunde-niederbayern.de.
Doch im Mittelpunkt von allem standen natürlich die Bewohner des Tierheims Quellenhof Passbrunns. Dies sind zahlreiche Katzen, Hunde und Kleintiere, die derzeit auf der Suche nach einer neuen dauerhaften Bleibe sind. Die Zahlen des Tierheims in Passbrunn, die in einem Jahr zu Buche schlagen, sind gewaltig und kaum nachvollziehbar. So werden 43.800 mal im Jahr Futterschüsseln gesäubert, 2.900 Maschinen Wäsche gewaschen oder 15.000 mal Katzenklos gereinigt. 5.600 Kilo Katzenstreu braucht man jährlich, 100 Ballen Stroh und 120 Ballen Heu. 2.900 Kilo Katzenfutter, 4.700 Kilo Hundetrockenfutter und 2.200 Dosen Hundefutter werden jährlich benötigt, um die Tiere gut zu versorgen sowie rund 2.500 Kilo Obst, Gemüse oder Nudeln.
Abschließend durfte Ilona Wojahn mit ihrem Team auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken. Die Besucher, die zu Fuß oder mit den Shuttlebussen trotz des wechselhaften Wetters, in großer Zahl herbeiströmten, zeigten ein Herz für die Tiere und unterstützten deren Belange. Der Erlös aus dem Tag der offenen Tür kommt natürlich den Vierbeinern zu Gute.

Bild: „Gesucht und gefunden“ – der Suchhund vom K9 zeigt sich tiefenentspannt und glücklich

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